Pflegerecht

Anwaltskanzlei Axel Klaus Jung

Pflegegrad - Pflegegeld

Oft wissen Mandanten nicht, dass sie bei Pflegebedürftigkeit ganz erhebliche finanzielle Mittel von ihrer Pflegekasse erhalten können. Das kann z.B. Pflegegeld sein, aber auch ein Zuschuss der Pflegekasse, wenn aufgrund der Pflegebedürftigkeit z.B. Umbaumaßnahmen im eigenen Haus erforderlich werden. Auch werden in ganz erheblichen Maße Hilfsmittel (z.B. höherer Toilettensitz, Haltegriffe in Toilette und Bad, ein Badewannenlifter, und vieles mehr) von der Pflegekasse bezahlt.

Ab 01.01.2017 gibt es statt der bisher geltenden Pflegestufen 0, 1, 2 und 3 fünf neue Pflegegrade. Sie dienen zur Einstufung der Pflegebedürftigkeit von Betroffenen. Diese Änderungen berücksichtigen auch demenzkranke ältere Menschen, also nicht nur körperlich Pflegebedürftige.

Beispiele:

Seit dem 01.01.2017 erhalten Menschen mit Pflegegrad 2 ein monatliches Pflegegeld von 316 €. Dieses Geld dürfen die Pflegebedürftigen zum Beispiel bei häuslicher Pflege durch Angehörige verwenden.

Pflegebedürftigen mit Pflegegrad 2 stehen seit 2017 auch Pflegesachleistungen von monatlich 689 Euro zu. Das Wort „Pflegesachleistungen“ ist hier etwas irreführend, da es sich nicht um die Lieferung von Sachen handelt. Unter Pflegesachleistungen fallen z.B. die Hilfeleistungen durch einen ambulanten Pflegedienst. Es handelt sich also um Hilfeleistungen von speziell für die Pflege ausgebildetem Personal.

Für die altersgerechte Wohnraumanpassung zur Reduzierung von Barrieren können Pflegebedürftige bereits mit Pflegegrad 2 einen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro (!) von ihrer Pflegekasse einmalig für alle Maßnahmen der Barrierereduzierung in Anspruch nehmen, zum Beispiel, wenn ein Treppenlift eingebaut wird oder bei einem barrierefreien Badumbau.

Bei Pflegegrad 3 beträgt das monatliche Pflegegeld sogar 545 € und die Pflegesachleistungen 1.298 €

Die neuen Regelungen sind sehr kompliziert. Ich berate Sie zum Beispiel bei folgenden Fragen:

Wenn Sie dies wünschen kann ich Sie während des ganzen Verfahrens nach der Antragstellung beratend und vertretend unterstützen. So kann ich auch während der Begutachtung durch einen medizinischen Gutachter anwesend sein, um z.B. dem Gutachter Auskünfte zu erteilen, die aus meiner Sicht für die Gewährung eines Pflegegrades rechtlich relevant sind oder auch, um zu überwachen, dass die Begutachtung rechtmäßig erfolgt.

Ich gebe Ihnen jedoch auch gerne aus Kostengründen Ratschläge, wie Sie allein das Verfahren auf Beantragung eines Pflegegrads meistern können.

Übrigens: Die Gutachter haben unterschiedliche Ausbildungen absolviert: Sie können Ärzte sein oder auch Pflegefachkräfte.

Ein Gesichtspunkt ist wichtig: Ich kann Ihnen aufgrund meiner erheblichen Erfahrung eine realistische Einschätzung geben, ob Sie einen Pflegegrad erhalten.

Kein Berater kann jedoch mit 100%er Gewissheit voraussagen, ob Sie einen Pflegegrad erhalten, denn letztendlich entscheidet Ihre Pflegekasse aufgrund des Gutachtens des medizinischen Gutachters, ob Sie einen Pflegegrad erhalten oder nicht.